
Gut zu wissen:
Wie wird Rotwein ausgebaut:

Ausbau im Stahltank:
Der Stahltank ist geschmacksneutral. Der Wein kommt nicht mit Holz in Kontakt und lässt sich sehr reduktiv, also mit wenig Sauerstoff ausbauen.
Typischer Stil: Fruchtbetonte, frische und unkomplizierte bis mittelkräftige Rotweine.
Ausbau um großen Eichenfass:
Ein großes Holzfass gibt relativ wenig Holzaromen ab. Der Grund ist das Verhältnis von Holzoberfläche zu Weinmenge. Ein großes Fass – beispielsweise ein traditionelles Holzfass mit mehreren tausend Litern – hat relativ wenig Holzoberfläche pro Liter Wein. Das Holz wirkt hier also weniger als Aromageber, sondern stärker als Reifungsmedium.
Typischer Stil: Elegant, harmonisch, komplex und eher subtil holzgeprägt.


Ausbau im kleinen Barriquefass:
Beim klassischen Barrique mit etwa 225 Litern ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge deutlich größer. Dadurch ist der Holzeinfluss wesentlich stärker. Zusätzlich spielt die „Toastung“ des Fasses eine große Rolle.
Toastung: Durch die Erhitzung des Holzes entstehen beispielsweise Aromastoffe, die an Vanille, Gewürze, Toast oder Röstaromen erinnern.
Typischer Stil: Kräftig, würzig, strukturiert und komplex.
Wichtig ist aber: „Holzfass“ bedeutet nicht automatisch „Holzgeschmack“. Ein großes altes Eichenfass kann dem Wein sehr wenig Holzgeschmack geben, während ein neues 225 Liter Barrique Fass einen sehr deutlichen aromatischen Einfluss hat.
Was ist Rosé Wein?

Rosé Wein wird ausschließlich aus roten Trauben hergestellt. Die Beeren werden nach dem Keltern nur kurze Zeit auf der Maische (Schalen und Fruchtfleisch) belassen. So lösen sich nur wenige Farbstoffe aus den Beerenschalen und der wein erhält seine typische rosarote Farbe. Je kürzer der Kontakt mit den Schalen, desto heller der Rosé. Aber: Rosé ist nicht gleich Rosé!

Rosé Wein:
Wird ausschließlich aus roten Rebsorten gekeltert. Man keine Eine- oder auch mehrere rote Rebsorten verwenden.

Weißherbst:
Ein Weißherbst ist eine besondere Form des Rosé. Er muss aus nur einer roten Rebsorte aus derselben Lage stammen.
Rotling:
Ein Rotling ist kein Rosé. er entsteht aus roten und weißen Trauben, die gemeinsam verarbeitet werden.
Bekannte Rotlinge sind z.B.: der Schillerwein aus Württemberg und Badisch Rotgold aus Baden.

Was ist Blanc de Noir?
Blanc de Noir bedeutet wörtlich: „Weißer aus Schwarzen“. auch hier werden ausschließlich rote Trauben verwendet.
Der Unterschied zum Rosé: Die Trauben werden direkt nach dem Pressen „abgepresst“, sodass die Beerenschalen kaum Kontakt zum Most haben. Dadurch gelangen nahezu keine Farbstoffe in den Wein. Das Ergebnis ist ein heller, fast weißer Wein, der dennoch aus roten Trauben hergestellt wurde.

